richly rewarded seeker (beschenkter Suchender)

Finden wir von der Gebots- zur Tugend-Ethik ?
Was jeder Mensch sucht:
Wer würde es für möglich halten, dass es NUR auf EINEN Versuch ankommt, damit einem Menschen viele Umwege erspart bleiben?
Was kann als Wurzel der Verirrungen unserer Zeit gesehen werden?
Wo der Glaube vernachlässigt wird, zieht rasch der Aberglaube ein!
Auch ist dann sehr schnell der Weg zu esoterischen Angeboten geebnet.
Wer soll der Jugend bleibende Werte vorleben?
Wie ist eine natürliche Autorität aufrecht zu erhalten?
Warum ist es für solche Überlegungen schon fast zu spät?
Als Suchender glaube ich, einen Zusammenhang erkennen zu dürfen:

Erlösung wird konkret und bewusst nur dann erlebt, wenn ich in der Versuchung mit Gottes Hilfe die Sünde besiege.
Die Versuchungen im Alltag werden durch mein Sündenbewusstsein „aufgedeckt“.
Es braucht ein dauerndes Fortschreiten in der Bewusstmachung sündhaften Verhaltens, um eine Umkehr möglich zu machen; anders formuliert:
wenn ich keine Sünde erkenne, kann ich auch keine Versuchung erkennen und bin damit des Erlösungsgeschenkes beraubt, das mir JESUS am KREUZ verdient hat.
Das Wort Sünde bedeutet in diesem Zusammenhang „Sonderung von Gott“, das heißt, als Sünder wende ich mich von meinem Schöpfer ab, der mich ins Dasein gerufen hat, am Leben erhält und ewig liebt.
Das habe ich anfangs überhaupt nicht verstanden, lernte aber bald das Geschenk des Neubeginns in der Sündenvergebung (Hl. Beichte) schätzen.

Dann leistete ich mir einmal das "Experiment", in der Situation sexueller Erregung (ohne Partner) meine "Zuflucht" bei Gott zu suchen:
"Herr, weil Du mich liebst, hilf mir JETZT, um nicht zu sündigen!"
Die Wirkung war und ist immer wieder überwältigend, ein "Schlüsselerlebnis" menschlicher Wahrnehmung, die eine „Verführbarkeit“ stark reduziert. Durch dieses Vertrauen auf die Hilfe "von Oben" wird die Liebe Gottes spürbar erfahren und zum Inhalt des menschlichen Miteinanders !
So gesehen, ist es der größte Liebesdienst am Mitmenschen, ihm ein sündhaftes Verhalten mit Liebe aufzuzeigen.
Das kann natürlich nur aus dem Bewusstsein geschehen, den „Splitter und den Balken“ richtig zu sehen und zuerst mit dem SEIN und wenn es dann noch erforderlich sein sollte, mit dem WORT zu beeindrucken und zur Nachahmung einzuladen.

Begründung aus der Sicht -
SOZIOLOGIE – der sich vorbehaltlos geliebt wissende Mensch kann selbstlos lieben.
MEDIZIN – die männlichen Samenzellen werden 38-täglich von weißen Blutkörperchen zersetzt; es gibt weder für den weiblichen, noch für den männlichen Körper eine organische Notwendigkeit sexueller Befriedigung.
THEOLOGIE – KKK 2331-2400 - Masturbation ist Sünde und macht den Menschen zum Gefangenen seiner eigenen Lust.

bitte nachlesen: KKK 2352

p.s.: Ausgelöst wurde dieser Vorgang schrittweisen Erkennens vor über 30 Jahren mit der Bemerkung eines Menschen, dessen einfache Aufrichtigkeit beeindruckte: Er sagte OHNE WENN & ABER „Masturbation ist natürlich eine schwere Sünde“. Wer dem Rat Jesu „Betet ohne Unterlaß,...“ folgt, kommt erst gar nicht in diese Situation, wie ein Ertrinkender um Hilfe schreien zu müssen.